Mails aus WordPress mit Mailtrap.io abfangen

Als Entwickler wird man irgendwann auch mal mit Mails in Kontakt kommen. Entweder man schreibt selber Templates und die müssen getestet werden oder man hat eine große Userbase und bei verschiedenen Aktionen werden Mails an die hinterlegten Mail Adressen verschickt. Was dabei nicht passieren darf ist, dass eine Test-Mail zu einem End Nutzer geschickt wird. Denn nur das Live System sollte End Nutzern tatsächlich Mails schicken.

Nun kenne ich das Problem aber, dass man eine WordPress Webseite für Kunden verwaltet und die Seite wächst und damit auch die Anzahl der User. Beim Entwickeln und Testen möchte man natürlich so nah an den echten Daten dran sein, damit die Tests so realistisch ausgeführt werden wie möglich. Wenn man hierbei aber nicht aufpasst werden ruck zuck einige Mails an die Nutzer geschickt, die im besten falls sich nur wundern.

Die Frage ist nun, wie kann ich verhindern, dass aus Versehen eine Mail durch kommt und den Nutzer verwirrt? Man kann zum einen die E-Mail Adressen in der Test DB ändern, aber das wäre ganz schön aufwendig (ja ich weiß, es gibt dafür Scripte und Tools). Statt dessen können wir die Mails einfach mit Mailtrap.io abfangen. Weiterlesen →

.dotfiles versionieren

Wenn man viel mit der Shell (Terminal) unterwegs ist, wird man früher oder später auch auf die dotfiles stoßen. Dotfiles nennt man die Dateien die (meistens) im Homeverzeichnis (~) liegen und mit einem Punkt beginnen. Also z.B. .bash_profile oder .vimrc. Diese kleinen Dateien können ziemlich nützlich sein, denn sie beinhalten Konfigurationen für verschiedene Programme und können das Verhalten oder Aussehen beeinflussen. Somit kann jeder sich seine Traum-Konfiguration erstellen.

Was hat es mit dem Punkt auf sich?

Der Punkt kommt aus der Unix-Welt. Auf *Nix Betriebsystemen (Unix, Linux) können Dateien oder Ordner versteckt werden indem man einen Punkt davor stellt. Deshalb sind die dotfiles nicht sichtbar im File Explorer. Somit stören sie nicht unnötig aber falls man sie bearbeiten muss kann man sie einfach öffnen.

Beispiele für Dotfiles

Dotfiles können so viel. Als erstes muss ich wohl .bash_profile und .bashrc nennen. Diese zwei Dateien regeln das Verhalten der Bash. Dort kann ich z.B. das Prompt einstellen, also der Text den man im Terminal vor jeder Zeile sieht. Aber man kann noch viel mehr machen. Dort kann ich mir neue alias anlegen, die mir bestimmte Kommandos abkürzen und vereinfachen oder ich erweitere meinen PATH, indem sämtliche Verzeichnisse stehen, in dem nach ausführbaren Programmen gesucht werden soll. Auf Medium.com fand ich dazu einen guten Einsteiger Artikel.

Desweiteren hat kann ich auch git mit dotfiles anpassen. Dort kann ich z.B. meinen Namen und E-Mail Adresse hinterlegen, die standardmäßig für Commits verwendet werden soll. Oder ich lege fest wann ich Farben verwenden möchte bei Befehlen oder ob ich neue aliase verwenden möchte.

Das sind jetzt nur zwei Beispiele. Im Grunde könnt ihr mit dotfiles eine Menge anstellen. Selbst ich finde immer wieder neue Dinge heraus. Weiterlesen →

Der Wichtel-Algorithmus

Auf Twitter habe ich es schon ein paar mal erwähnt: Ich bin gerade dabei eine Webseite / API zu programmieren mit der man wichteln kann. Derzeit ist das alles noch im frühen Beta Stadium aber ich denke das bekomme ich noch hin bis Weihnachten. Mehr dazu aber in einem späteren Post. Um alle ins Boot zu holen hier mal ein Auszug aus der Wikipedia:

Wichteln (in Norddeutschland und Skandinavien auch „Julklapp“ (reguläres Schwedisch für „Weihnachtsgeschenk“), sowie in Österreich regional auch „Engerl und Bengerl“ genannt, ist ein meist vorweihnachtlicher Brauch […]. Dabei wird durch zufällige Auswahl für jedes Gruppenmitglied ein anderes Gruppenmitglied bestimmt, von dem es dann beschenkt wird.

Ich vermute, die meisten kennen den Brauch. Wir werden dieses Jahr auch wieder wichteln und haben uns dazu einer Webseite bedient namens Wichtel-O-Mat. Man trägt alle Teilnehmer ein und bekommt dann eine E-Mail mit dem Namen der Person, die man beschenken darf. Programmiertechnisch ist das jetzt nichts besonderes, aber ich habe es für mich als Ansporn genommen um die Idee selber nachzuprogrammieren zu Übungszwecken.

Das Interessante an dem Projekt ist im Grunde der Algorithmus, wie die Namen den Leuten zu geordnet werden. Denn hier gibt es ein paar Bedingungen: Weiterlesen →

git-instaweb

Ich weiß noch wie ich zu git kam. Damals hatte ich über WordPress von SVN gehört und irgendwie hatte ich es nicht ganz verstanden auf anhieb und hielt es auch erstmal nicht für nötig mir das beizubringen. Zudem war damals schon git auf dem Vormarsch und wurde immer wichtiger. Nach einiger Zeit schloss ich mich dann dem git-Hype an und arbeitete mich in dieses Werkzeug ein. Inzwischen bin ich großer Fan von git und habe viel, wirklich viel, gelernt. Ich lasse mich von neuen Dingen gerne mitziehen und versuch so viel aufzunehmen wie es geht. Ich las Artikel, schaute mir Screencasts und Talks über das Thema an und ging dann sogar soweit und habe mir ein eigenes kleines git Cheat Sheet erstellt mit Scripts und Snippets, die ich interessant finde.

Nun wurde gerade vor wenigen Tagen git 2.11 veröffentlicht. Mit neuen Funktionen und spannenden Erweiterungen. Aber heute möchte ich euch eine Sache zeigen, die wohl relativ unbekannt den meisten Leuten ist.

Ich vermute, dass viele von euch, sofern sie mit git arbeiten, eine GUI verwenden. Die bekanntesten sind wohl gerade Tower, SourceTree und GitKraken. Anfangs habe ich git ausschließlich aus dem Terminal genutzt. Einmal weil ich es ziemlich nerdig und cool fand 😉 und zum anderen, weil ich dadurch gezwungen war git komplett zu lernen. In dieser Zeit testete ich git auf Herz und Nieren. Inzwischen bin ich mit SourceTree unterwegs und schätze diese GUI doch sehr.

Im Oktober wurde dann ein Tweet in meine Timeline gespült, der mir eine Funktion aufzeigte, die ich selber noch nicht kannte. Denn git hat selber eine web-based UI zu bieten. Die ist zwar recht simple und „nur“ zum anschauen des Repos aber kann doch recht hilfreich sein, wenn man gerade keine vollwertige GUI zur Hand hat und das Repo nur explorieren möchte.

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Krieg der Welten – Welche Programmiersprache ist die beste

Wir schreiben den 2. Dezember 2016. Die Republik hat Stellung gegen das Imperium bezogen und wartet auf die Rückkehr der lang vermissten Jedi-Programmierer. Durch massiven Landverlust wurde die Republik bis ins tiefere Hinterland gedrängt und nahezu alle Wege wurden gekappt um den Nachschub an Nahrung zu kontrollieren …

So ungefähr fühlt es sich für mich an, wenn ich Diskussionen über Programmiersprachen führe oder mitbekomme. Hier prallen Welten aufeinander und jeder versucht dem anderen seine Meinung aufzudrängen und wenn das nicht gelingt dann machen wir ihn doch wenigstens fertig und betonen mit, inzwischen zu, lauter Stimme, dass die andere Programmiersprache schlecht und überholt ist. Sie ist zu nichts zu gebrauchen!

Ich bin diesen Diskussionen überdrüssig geworden. Ich halte mich noch nicht für so alt und doch habe ich schon zu viele solcher Diskussionen Glaubeskriege gehört. Es ist immer das selbe Schema: Nikon ist besser/schlechter als Canon – Apple ist „sicherer“ als Windows – Ruby ist „schneller“ als PHP.

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