Umzug nach Stuttgart

Nur noch eine Nacht trennt mich von meinem neuen Heim. Ab Morgen ziehe ich endgültig nach Stuttgart und werde so schnell nicht mehr zurück nach Rheinhessen kommen.

Ich freue mich schon tierisch auf das Schwabenland und natürlich mein Studium. Meine Kommilitonen, die schon seit drei Wochen bei HP arbeiten, berichten spannende Sachen und da freut man sich noch mehr bald anzufangen. Freuen tu ich mich natürlich auch auf mein neues Zimmer. Wir, meine Mutter und ich, waren schon die letzte Woche Vorort und haben zuerst die Schlüssel empfangen und schon Eingerichtet. Ich bin froh das meine Mutter inoffizielle Innenarchitektin ist – somit habe ich auch ein schönes Zimmer, das vorne und hinten Stimmt; in dem man sich einfach wohlfühlen kann. Morgen werden noch einige Restarbeiten gemacht. Z.B. fehlt noch ein Teil des Schranks und die Schiebetüren dazu und an eine Wand muss noch ein Regal und ein DVD-Regal. Aber ich denke das ist alles schnell erledigt. Ich hoffe ja das ich danach bei IKEA aufgenommen oder wenigstens Zukünftig Rabatte bekomme 😉

Bis aber alles komplett fertig ist dauert es wahrscheinlich noch ein bis zwei Wochen. Ich habe nämlich vor meine 5.1 Surroundsound Anlage aufzubauen und auch mit Kabelkanälen die Kabel zu verstecken. Das kann ich aber erst in Angriff nehmen wenn alles soweit fertig ist, damit ich dann gucken kann wo die Boxen stehen sollen und ich ausrechnen kann wie viel Meter Kabel und Kabelkanal ich brauch. Aber sobald das geschehen ist werde ich mich auf meinem Sofa zurücklehnen und einen schönen Film genießen!

Ihr seht, ich habe noch einiges vor die nächsten Tage. Und dazwischen kommt ja auch noch das Studium, aber ich denke das kriege ich schon hin 😉


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Ich bin kein Soldat mehr

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Nun ist es endlich soweit ich bin kein Soldat mehr. Es war eine schöne Zeit – aber alles hat ein Ende.

Meine 14 Monate freiwilliger Wehrdienst sind vorbei und seit dem 1.9.2011 bin ich offiziel kein Soldat mehr. Auf der einen Seite bin ich froh, auf der anderen aber auch ein wenig traurig. Es war eine tolle Zeit. Ich habe viel gelernt, wie eine Armee funktioniert und wie sich der Gedanke der Inneren Führung wiederspiegelt. Die Wochen in denen ich auf Übung war, fand ich sehr interessant und es war toll zu sehen wie schnell so ein Lager aufgebaut werden kann. Es ist enorm das ein voll funktionsfähiges Lager in weniger als 7 Tagen einsatzbereit ist.

In der Zeit habe ich natürlich auch viel Zeit mit den Kameraden gehabt und es ist schade zu gehen, aber zu Zeiten von Facebook dürfte das ja kein Problem darstellen, oder? In 14 Monaten lernt man sich kennen und ich bin froh in Ulm gewesen zu sein. Meine Abteilung war von den Menschen her super – ich habe mich mit allen gut verstanden und darauf kommt es ja an.

Im Endeffekt bleiben die guten Erinnerungen und das ist das wichtigste. Man darf nie vergessen was hat. Und was habe ich? Na habe die Kampfstiefel und T-Shirts bekommen und ein schönes Jahr.

Aber es ist gut das es vorbei ist, denn so bin ich meinem Studium wieder näher und schon bald werde ich komplett nach Stuttgart ziehen und mein Informatik Studium hier beginnen. Darauf freue ich mich schon das ganze Jahr! Deshalb wurde es auch Zeit das die Bundeswehr Zeit ein Ende findet.

Obwohl ich kein Reservist bin, denke ich werde ich noch mal zurück kommen 😉 Und sei es nur um einen Kaffee zu trinken. Denn die Bundeswehr ist mehr als nur eine Armee. 

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Segeln im Eiselmeer

Nun ist es schon über eine Woche her aber vergessen habe ich es noch nicht. Wir waren mit einer 24 Mann starken Gruppe segeln.

Sonntags sind wir mit sechs Autos Richtung Amsterdam gefahren und haben den Mittag und Nachmittag dort verbracht.Bis wir dann abends weiter Richtung Norden nach Lemmer zum Schiff gefahren sind. Unser Schiff war ein Plattschiff, also hatte kein Kiel. Das waren aber im Prinzip alle Schiffe Eiselmeer da das Gewässer nur um die 3 Meter tief ist. Zudem hatte unser Schiff zwei Masten und insgesamt sechs Segel.

Montagmorgens gab es eine kleine Unterrichtsstunde in Segelkunde. D.h. wir haben drei häufige Knoten und die Namen der Segel gelernt. Und dann ging es mehr oder weniger auch schon los. Der ungefähre Tagesablauf sah wie folgt aus. Kurz vor neun gab Frühstück und gegen zehn wurden dann los gesegelt bis ca. vier Uhr. Und abends hatten wir Zeit zur freien Verfügung. die einen sind in die Hafenstadt gegangen, andere blieben auf dem Boot und haben sich einen ruhigen Abend gemacht. Da nur Erwachsene dabei waren war es ein sehr angenehmes und ausgeglichenes Klima.

Fünf Tage wollten wir segeln. Aber daraus ist leider nichts wirklich geworden. Denn laut Rob, unseren Skipper, haben wir die windstillste Woche des Jahres erwischt. Ich drücke es ml so aus: Es war das Perfekte Wasserski Wetter. Keine Wellen, ruhige See und jede menge Sonne. Wir lagen oft auf Deck und haben uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.

Aber trotz wenig Wind war es eine schöne Woche, denn wenn die Leute stimmen mit denen man unterwegs ist dann ist alles andere egal.


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Schwörmontag – Nabada

Eine Woche ist es schon her, dass Schwörmontag in Ulm war. Dies ist ein lokaler Feiertag und findet nur Ulm statt. Ein Höhepunkt am Montag ist, wie jedes Jahr, das Nabada (=Hinunterbaden). Beim sogenannten Nabada begeben sich viel mutige Ulmer mit, Booten und auch Flößen oder auf andere schwimmende Weise auf die Donau. Begleitet werden die Wasserratten von 14 offiziellen Themenbooten, von Vereinen und anderen Gruppen. Das ganze Schauspiel weist karnevalistische Züge auf und ist heiß begehrt. Rund 60.000 Zuschauer kommen jedes Jahr an die Ufer und Brücken um zuzuschauen wie die Themenboote ausschauen. 

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Das aber wohl lustigste am ganzen Spektakel ist – die restlichen Seefahrer machen sich einfach nur nass. Die Boote und Flöße haben Wasserspritzpistolen und vor allem Eimer, Eimer und noch einen Eimer. Denn damit geht es schneller. Auf ca. 7 km gibt es wohl die größte Wasserschlacht, die ich je gesehen habe. Es hat bestimmt keine 5 min gedauert bis ich komplett nass war 🙂 Gut 1h hat das ganze gedauert und ich muss sagen, die Zeit verging schneller als man denkt.

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(Auf dem zweiten Bild sind sogar wir zu sehen. Das graue Boot links vor dem Themenboot. Der Typ in der Mitte bin ich)

Neben den, sehr einfallsreichen und auch mit liebe gestalteten, Themenbooten gibt es viele Musikvereine die sich jährlich auf die Donau wagen. Da ich selber Musiker bin war ich total überrascht. Aber die gute Blasmusik hat die Stimmung ungemein erheitert. Faszinierend fand ich wie gerade die Musikerboote geschwankt sind. Natürlich haben die das absichtlich gemacht, aber das sah schon sehr gewagt aus.

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Im Großen und Ganzen muss ich sagen – Ich bin begeistert. Obwohl wir nur zu dritt waren hatten wir viel Spaß und auch ohne 30°C hat es sehr viel Spaß gemacht. (Habe ich schon erwähnt dass die Donau nur 15°C hatte 😉 ) Zudem war ich überrascht das sich die meisten an die Regeln/den Codex gehalten haben und keine Themenboote nass gemacht und auch nicht andere Teilnehmer zum kentern gebracht haben. Ich glaube nächstes Jahr muss ich mir am Schwörmontag frei nehmen um wieder dabei zu sein.

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