was mich beschäftigt

Facebook Ausstieg: Rückblick nach 9 Monate

Am 4. Oktober gab ich bekannt, dass ich Facebook verlasse. Ich habe damals 9 Gründe genannt warum ich dies tue (Link zum Artikel). Nun ist das fast 9 Monate her und dennoch ist dieser Artikel auf Platz 1 in meinen Statistiken. Zudem höre ich immer von mehr Leuten, dass sie sich von Facebook getrennt haben oder zumindest mit dem Gedanken spielen. Deshalb wollte ich mal zurückblicken und euch mitteilen, wie es mir in den letzten 9 Monaten ohne Facebook gegangen ist.

CC3 BY-SA by @Mayeu

Ich muss ehrlich sagen ich vermisse Facebook überhaupt nicht. Ja wirklich – Ich. Bin. Glücklich.

Ok so Friede-Freude-Eierkuchen ist es jetzt auch nicht. Obwohl ich nicht der einzige in meinem Freundeskreis bin, der keinen Facebook Account mehr nutzt, bekomme ich einige Nachrichten nur spät oder gar nicht mit. Vor allem bei uns in der Kirche läuft sehr viel und vor allem organisatorisches nur über Facebook ab.

Generell habe ich ja kein Problem damit eine Plattform zu nutzen. Sei es Google, Twitter, Facebook oder WhatsApp. Wenn alle Menschen diese Plattform nutzen, warum soll man sich dann nicht darüber unterhalten. Dafür sind sie ja schließlich gemacht. Aber ich finde es etwas traurig, dass dann trotzdem viele nur über eine Plattform kommunizieren, obwohl sie eigentlich wissen, dass ein Teil der Leute, die es betrifft, es nicht lesen werden/können. Aber daran ist ja jetzt nicht Facebook schuld, sondern das muss bei den Nutzern anfangen, dieses Umdenken.

Ich persönlich bereue meine Entscheidung vom 4. Oktober aber dennoch nicht. Klar gab es einige Informationen die ich erst sehr spät oder gar nicht rechtzeitig erfahren habe. Aber dafür fühle ich mich irgendwie freier. Es mag vielleicht nur ein Placebo-Effekt sein, aber ich bin frei (also wie in „Freiheit“, nicht wie in „Freibier“).

Des Weiteren finde ich es gut, dass ich meine Daten nicht mehr Facebook in den Rachen schiebe. Sicherlich gibt es viele User, die in Facebook nur konsumieren und nichts produzieren. Aber was halt viele nicht wissen ist, dass Facebook ja dennoch deinen Weg durchs Internet trackt. Mit Disconnect kann man das schon mal verhindern, aber selbst wenn Facebook mir einen Cookie setzten sollte haben sie kein Profil mehr dazu. Das finde ich irgendwie beruhigend.

Zwei Dinge sind mir aber in den letzten Monaten auch aufgefallen. Obwohl ich vielen (wenn nicht sogar gefühlt allen) gesagt habe, dass ich kein Facebook mehr habe musste ich es sehr oft wiederholen und die Leute erneut daran erinnern. Das nehme ich keinen übel. Ich würde das auch schnell vergessen, aber interessant daran ist, dass fast alle davon ausgehen, dass man auf Facebook ist. Allerdings wenn ich es gesagt habe, dass ich nicht auf Facebook bin, haben alle mit Verständnis reagiert und teilweise sogar zugegeben, dass es ein mutiger Schritt sei, den sie nicht machen könnten. Noch nicht – so meine ich!

Mein Fazit ist somit relativ klar. Facebook ist für mich Geschichte und ich kann mit dieser Entscheidung ganz gut leben. Zudem fällt mir in letzter Zeit immer häufiger auf, dass mehr und mehr Menschen überlegen Facebook den Rücken zu kehren und ich finde das gut. Holt euch eure Freiheit zurück!

Wie sieht es bei dir mit Facebook aus?

Mich interessiert auch eure Meinung. Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr schon mal darüber nachgedacht das Netzwerk zu verlassen oder seit ihr ggf. schon draussen? Aber vielleicht stimmt ihr mir ja gar nicht zu auch das dürft ihr gerne in den Kommentaren mir sagen.

10 Kommentare zu “Facebook Ausstieg: Rückblick nach 9 Monate

  1. Pingback: Ich bin dann mal weg: 9 Gründe warum ich Facebook verlasse | WebschaleWebschale

  2. hallo, bin seit einem Monat ausgestiegen und ich fühle mich freier, leichter (ohne diese 1000Schrott Infos). Vermisse FB gar nicht. Schließlich meine wahre Freunde bleiben meine Freunde auch ohne FB

  3. Elena Wonsak

    Ich werde heute aussteigen, mein Entschluss steht fest. Ich muss zugeben ich habe aber vorgesorgt. Ich bin seid 4 Jahren bei Facebook, in der Zeit habe ich in Freiheit Meschnen kennengelernt. Zu dem das ich auch als Kind viel Umgezogen bin, habe ich in dieser Plattform alte Freunde wieder „gefunden“. Das war der einizige Grund darueber nachzudenken diesen Menschen etwas näher zu sein. Obwohl das in dessen ja völliger Schwachsinn ist, denn nur weil ich Post lesen kann der jenigen, möchte ich doch nur mein schlechtes Gewissen bedecken, weil ich es nie schaffe, mich dort mal anders und vor allem wirklich zu melden, anstatt das ich meine Teilnahme mit einem Like versehe.

    Du hast Recht, man bekommt vieles nicht mit oder gar nicht. Aber ich habe diese engsten die mich wirklich interessieren benachrichtigt das ich aussteige und sie gerne mal sehen moechte… Einfach wirklich sehen…

    Dein Text hat mich noch mal in allem bestätigt. Ich denke genauso. Seid heute haben sich die AGBs wieder geaendert. Und ich finde diese grotesk,

    Ich habe in meinem Leben immer nach einem Weg gestrebt…. Frei sein. Nichts konnte mich in der Welt leiten außer mein Wille niemals kontrolliert werden zu wollen. Und jetzt werde ich beschattet und muss sehr viel zahlen was diese Plattform schamlos nehmen will. Meine Daten.

    Nein, ich bin glücklich ohne und befreiter, wenn mich was erreichen soll, dann tut es das auch. Ich moechte nicht mehr mitschwimmen oder vor allem nicht mehr nachhelfen.

    Es sollte alles so passieren als wenn keine Technik da wäre. Das Leben soll mich weiterhinlenken und meine Zeit die will ich sinnvoll nutzen!!

    Und nicht vereinsamen in der virtuellen Welt.
    Es muss schon noch Wuerde haben und irgendwie schaffen es google+ etc noch immer etwas. Aber FAcebook ist definitiv einen Schlussstrich wert!!

    Liebe Grueße
    Elena

    • Ich sehe das genau so, Elena. FB nimmt sich immer mehr Rechte raus und das gefiel mir damals schon nicht.

      Der Großteil meiner Freunde hat inzwischen auch gemerkt, dass man mich darüber nicht erreicht. Aber das hat etwas gedauert ^^ Aber mit den wichtigen Personen bin ich immer noch in Kontakt.

  4. Ich war rund ein halbes Jahr bei FB angemeldet. Anfangs war es durchaus interessant aber dann ging mir der ganze Scheiß nur noch auf den Sack, weshalb ich meinen Account vor rund 2 Jahren wieder still gelegt habe. Hier meine Gründe in Kurzform:

    1. Meine Privatsphäre und meine persönlichen Daten sind mir heillg und gehen niemanden etwas an. Und einen milliardenschweren US-Konzern schon gar nicht.
    2. Interessiert es mich das Leben anderer nicht die Bohne. Und umgekehrt verspüre ich nicht den geringsten Drang mein Privatleben öffentlich breit zu treten.
    3. Mit den Menschen, die mir wichtig sind, kann ich problemlos auch ohne Facebook in Kontakt bleiben. Per SMS, Telefon oder E-Mail.
    4. Facebook ist ein Zeitfresser. Zeit die ich viel sinnvoller nutzen kann, z.B sich real mit einem guten Freund auf ein Bier zu treffen oder mit meinem Hund eine Wanderung zu machen.
    5. 100 Freunde in der Freundesliste zu haben bedeutet nicht, dass man tatsächlich auch 100 Freunde hat. Das wirkliche Leben spielt sich „draußen“ in der Realität ab und nicht in einem digitalem sozialen Netzwerk.

    Fazit: Facebook ist sinnlos, nervig, zeitraubend und was den Datenschutz angeht äußerst bedenklich. Und ein Leben ohne FB geht problemlos. Man denke doch nur mal an die Zeit bevor es den Scheiß gab.

    Gruß aus Neffhausen

  5. Zitat: „… aber interessant daran ist, dass fast alle davon ausgehen, dass man auf Facebook ist.“
    Ich finde es interessant, dass fast alle davon ausgehen, dass man zumindest schon einmal auf Facebook war. Ich war noch nie auf Facebook und werde mich dort auch nie anmelden.

  6. Den Gründen kann ich allen zustimmen. Ich ab mich auch bei Facebook gelöscht. Ich nutze gar keine andere Plattform. Wozu auch … Brauch ich nicht. Kostet nur Zeit und nervt.

  7. Hallo.
    Ich überlege mir schon seit einiger Zeit mich von Facebook zu trennen und irgendwie habe ich es nie hinbekommen.
    Jetzt habe ich bemerkt und erfahren dass mein Freund sich gerade von Facebook getrennt hat und sein Account löschte. Er behauptet nach nicht mal einer Woche dass er sich so viel wohler und freier fühlt und es schön ist dass man nun in Gesprächen von vielen Informationen erfährt und nicht mehr via Facebook.
    Nun überlege ich mir mehr als jemals zuvor mich auch zu lösen. Schliesslich habe ich oft bemerkt dass ich mit vielen meiner Kollegen nur noch über diese Plattform unterhalte und wenn wir uns dann mal sehen kaum Gesprächsstoff haben, da wir ja schon so vieles voneinander über FB erfahren haben und auch dort diskutiert haben.
    Traurig, nicht wahr? Früher als Kind hat man sich draussen getroffen hat Stundenlang gequatscht un gelacht und heute sitzt man sich gegenüber mit dem Handy in der Hand und vergleicht seine Facebook-Posts, die lustigsten Videos oder Fotos und spricht kaum noch über wichtige Dinge, wie Gefühle, Sorgen und freudige Neuigkeiten.
    Zudem nerven mich die lästigen Dinge in FB wie das Posten von irgendwelchen Seiten oder Videos in meinem Namen ohne mein wirkliches Einverständnis.
    Mir wir gerade klar beim schreiben dieses Textes, dass mir noch kein gutes Wort über FB über die Finger gekommen ist und seien wir mal Ehrlich, was nützt mir das Ganze überhaupt? Hat es auch positive Aspekte? Ich denke mir, mein Fazit, weg damit!

    Freundliche Grüsse

    Bianca

  8. Hallo ,
    werde mich auch auf Dauer abmelden .Facebookfasten ,das Wort gefällt mir .Habe immer mal zwischendurch FB deaktiviert ,also gefastet . Habe mich aber wieder angemeldet .So nach dem Motto es geht nicht ohne FB .FB ist nur noch nervig .Ergo wähle ich die Freiheit ohne FB weiter zu leben .Danke für eure Statements ,somit fällt es mir leichter .
    Liebe Grüße Rosi

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