Die Demokratie verteidigen im Digitalen Zeitalter

Über die Feiertage ist man mal wieder daheim und sieht Bekannte, Freunde und Verwandte, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Da freut man sich ja immer. Aber was ich inzwischen sehr zu schätzen weiß sind die tollen Gespräche und Diskussionen zwischen den Jahren, obwohl ich nicht jede Meinung verstehen kann …

Die Person mit der ich mich neulich unterhielt ist nicht mit dem Internet aufgewachsen und versteht viele Sachverhalte nicht so. Also so ein typischer Digital Native. Dagegen habe ich ja nichts und dass sie auch nicht in Facebook und Co. ist verstehe ich voll und ganz. Sie wundert sich nämlich sehr stark darüber, was manche Leute so alles in Facebook und im Internet veröffentlichen ohne sich klar zu machen, was sie dort schreiben und wer das alles lesen kann.

Ich meine, dass Personalleiter die Namen der Bewerber googlen ist allgemein bekannt und (anscheinend) überprüfen, laut ihr, inzwischen auch Krankenkassen die Facebook-Profile, wie gesund der Kunde ist. (Das Stelle ich mal so in den Raum) Und sie findet es nicht gut, dass Leute so freigiebig mit ihren Daten umgehen. Sie ist ja bekanntlich nicht auf FB und auch um Kudenkarten, wie Payback oder der Kundenkarte der Galeria Kaufhof, macht sie einen großen Bogen.

Das ist alles schön und gut. Und ich meinte, dass ist ja auch ihr gutes Recht. Aber was ich viel schlimmer finde ist, dass der Staat nun im Geheimen meine Daten sammeln will: Stichwort Vorartsdatenspeicherung. Was ich online und für alle sichtbar in Facebook poste ist ja mein Problem und dabei bedarf es mehr einer Aufklärung als ein schlecht reden. Viel Schlimmer ist, wenn ich als potentieller Krimineller behandelt werde und alle meine Daten gespeichert werden sollen und dies vom Staat angeordnet. Da fühle ich mich persönlich stärker in meiner Privatsphäre und Freiheit eingeschränkt.

Ich frug sie, ob sie denn die Petition unterschrieben habe? Ob sie auf die Straße ging protestieren? … und ihre Antwort war: „Man kann ja nicht an allen Fronten kämpfen.“ Da hat sie recht. Aber dann sollte man mal über die Priorisierung nachdenken, oder? Und mal ganz ehrlich, eine ePetition zu unterschreiben ist kein großer Aufwand aber man gibt dann öffentlich zu, dass man damit nicht einverstanden ist!

Was ist dir wichtig? Ich möchte, dass ich und auch meine Kinder in einer Demokratie leben, die dem Digitalen Zeitalter angepasst ist: Petition auf change.org

Weitere Petition: EU-Parlament und EU-Kommission: Überwachung abrüsten, Datenschutz stärken, Whistleblower schützen!

Veröffentlicht von Hans-Helge

Als studierter Informatiker arbeitet Hans-Helge gerne als freiberuflicher WordPress Entwickler und betreut neben eigenen Projekten viele andere Webseiten u.A. im ehrenamtlichen Bereich.

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