Ich bin dann mal weg: 9 Gründe warum ich Facebook verlasse

Nun ist es endlich soweit. Ich habe mich entschieden mein Facebook Profil zu löschen und dem großen blauen Riesen den Rücken zu kehren. 9 Gründe warum ich Facebook verlasse habe ich gesammelt. Aber diese Entscheidung kommt nicht einfach so aus dem Nichts. Im Gegenteil, ich bin seit knapp 1.5 Jahren am überlegen. Letztes Jahr (2012) hatte ich mich dazu entschlossen Facebook zu fasten und dies war sicherlich der Auslöser. Ich habe einfach gemerkt wie gut es tat ohne Facebook zu leben, aber getraut mein Profil zu löschen habe ich mich dennoch nicht. Nun bin ich wieder seit knapp 3 Wochen stärker am überlegen, ob ich austreten soll. Heute ist die Entscheidung gefallen und meine Beweggründe könnt ihr hier nachlesen.

CC3 BY-SA by @Mayeu

1. Facebook ist out

Vor ein paar Jahren war Facebook DAS DING. So etwas gab es noch nie und es war einfach genial. Aber nun sind ein paar Jahre ins Land gezogen und mit Twitter, Google+ und Konsorten sind neue Netzwerke aufgetaucht, die (nach meiner subjektiven Empfindung) besser sind. In meinen Augen ist Facebook out.

2. Alter Design

In den letzten 2 Jahren wurde das Internet auf den Kopf gedreht. Neue Technologien wurden etabliert und auch Designmäßig ist viel geschehen. Und Facebook? Da ist nicht viel passiert, leider 🙁 Ich sage ja nicht, dass Facebook auch komplett den Flat UI Richtlinien entsprechen muss (obwohl ich Flat UI sehr schön finde 😉 ) aber neben ein paar mini Änderungen ist am Design nichts passiert. Es gab in letzter Zeit viele geniale Design-Konzepte für Facebook, aber keines wurde angegangen. Schade 🙁 Da finde ich Google+ besser. Die versuchen alles um das beste Design zu finden.

3. Ich bekomme nichts

Ich liebe es wenn Dienste neue Funktionen bauen und den Usern zur Verfügung stellen. Deshalb habe ich auch einige Tech-Blogs abonniert nur um solche Neuigkeiten schnellstmöglich zu Erfahren. Und wie passt Facebook da jetzt rein? Gar nicht. Das ist der Punkt. Facebook interessiert sich anscheinend mehr um seine Stakeholder als um die User. Es dauert gefühlte Jahr bis mal etwas neues kommt und das nervt doch.

4. Organisatorische Abhängigkeit

Dieser Punkt war wohl der Schwierigste für mich und hat mich so lange abgehalten mein Facebook Profil zu löschen. Aber was meine ich damit? Ich verstehe es wenn man Facebook als Kommunikationsplattform benutzt. Schließlich ist es einfach und allgegenwärtig (ob das gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt). Aber ich fand es immer schlecht, dass einige Personen damit nicht erreicht wurden. Nun gehöre ich auch zu der Minderheit und bin mal gespannt, ob ich nun weniger Informationen als vorher bekomme.

5. Notorisches Grundrauschen

Ich weiß noch, als ich Facebook beigetreten bin. Das war während meines USA-Auslandsaufenthaltes. Da kannte in Deutschland noch keiner Facebook. Im Gegenteil, damals trieb sich Deutschland bei SchülerVZ rum. Ich hatte mir damals einen FB-Account zu gelegt um mit meinen USA-Freunden in Kontakt zu bleiben und das ging auch ganz gut. Allmählich kamen dann immer mehr Deutsche dazu und nun ist ja jeder vertreten. Das man anfangs noch die Informationen bekam die einem wichtig sind, hat man es heute mehr mit einem notorischen Grundrauschen zu tun. Jeder postet wie er lustig ist aber richtig filtern kann man den Strom auch nicht :/ Und als wäre das nicht genug postet Facebook noch im Namen von meinen „Freunden“ was die anscheinend mögen -.- Was ich sagen will: Man benötigt in zwischen mehr Zeit eine wertvolle Information zu bekommen, als sie zu lesen und das muss doch nicht sein.

6. Meine Daten gehören mir

Es dürfte ja wohl kein Geheimnis sein, dass Facebook immer mal wieder die AGBs ändert ohne die User wirklich zu informieren. Damit könnte ich mich ja noch abfinden, wenn Facebook sich nicht immer mehr Rechte einräumt und mit meinen Daten quasi machen kann was es will. Als ob das nicht genug sei haben wir dann noch von unserem lieben Freund Snowden gehört, dass all unsere Daten nun auch noch von der Amerikanischen Regierung mitgelesen werden. Ich denke das muss ich hier nicht weiter ausführen, ihr wisst worauf ich hinaus will… „OK, aber Goolge, Twitter & Co. sind da doch bestimmt nicht besser“ werden von euch einige sagen. Mag sein. Aber irgendwie schaffen es Google und Twitter mein Vertrauen nicht so zu verletzten. Ich denke es sollte jedem bewusst werden, dass wenn ein Dienst nichts kostet, DU mit deinen Daten für den Dienst bezahlst.

7. Ich bin ein Mensch kein Werbeobjekt

Ich hatte diese Woche erst ein Gespräch mit Freunden und die wussten z.B. nicht, dass Facebook in deinem Namen Dinge posten kann. Wer auf Facebook ist kennt sicherlich diese Post: „Peter Müller gefällt XY“ oftmals sind das automatische Werbeposts von Facebook und Peter Müller bekommt davon nichts mit. DAS WILL ICH NICHT! Sicherlich nutzt auch Google meine Daten um für mich bessere Werbung zu schalten, aber ich habe es noch nicht gesehen, dass Google in meinem Namen Sachen schreibt.

8. Verlorene Zeit

Dieser Punkt geht wohl Hand in Hand mit Punkt 5. Meine Zeit ist begrenzt und mit der Uni und meinem Dienst im ICF habe ich viel zu tun, da brauch ich nicht noch ein Soziales Netzwerk, dass mir die Zeit stiehlt. Sicherlich, werde ich dadurch jetzt nicht zum produktivsten Menschen der Welt, auch ich prokrastiniere das ein oder andere Mal. Aber indem ich Facebook verlasse nehme ich mir schon mal eine Quelle zum prokrastinieren und hoffe, dass ich die gewonnene Zeit besser verwende.

9. Darf ich dein Freund sein?

Vor einigen Jahren hatte ich bis zu 700 Freunde … 700 Freunde? Inzwischen hatte mich mich dazu durch gerungen Leuten die „Freundschaft“ zu kündigen mit denen ich doch sowieso nichts um Hut habe. Nur weil ich eine Person kenne oder gar einmal gesehen habe muss ich nicht gleich eine Freundschaftsanfrage senden. Sprich: Mir gefällt das System von Facebook nicht. Nicht jeder ist mein Freund: Basta! Google+ hat das meines Erachtens viel intelligenter gelöst, dass ich Personen in Kreise einteile. Da fällt die Organisation gleich viel leichter und ich kann Nachrichten mit Kreisen teilen. Ja ich weiß, Facebook hat Listen und ich habe es auch mal damit versucht, aber mal ehrlich wer benutzt die denn schon?   Das sind meine 9 wichtigsten Punkte, warum ich Facebook verlasse. Martin Giesler hat in seinem Blog noch andere Punkte, die ich auch nachvollziehen kann. Aber im Endeffekt ist es ja immer eine persönliche Entscheidung und ich erwarte auch gar nicht, dass ihr allen Punkten hier zustimmt oder gar selber aus Facebook rausgeht. Ich möchte mit diesem Blogpost lediglich meine Gedanken aufschreiben, damit ihr meine Entscheidung nachvollziehen könnt. Und wer jetzt denkt Absum ergo non sum (lat: Ich bin abwesend also bin ich nicht) der denkt falsch. Ich bin immer noch aktiv auf Twitter (@obstschale) und auch auf Google+ werde ich nun aktiver werden. Und wer dort nicht ist für den bleibt immer noch Mail, Telefon, Skype, Post oder einfach ein persönliches Gespräch also so richtig old school 😉

Lese mein Fazit nach 9 Monaten ohne Facebook.

Author: Hans-Helge

Als studierter Informatiker arbeitet Hans-Helge gerne als freiberuflicher WordPress Entwickler und betreut neben eigenen Projekten viele andere Webseiten u.A. im ehrenamtlichen Bereich.

17 Kommentare

  1. Ich nutzte die Listen auf Facebook aktiv und habe vor zukünftig auch die Listen auf Twitter vermehrt zu nutzen. Google+ hat da kein neues Konzept gebracht, sondern es lediglich konsequenter durchgesetzt und vor allem einfacher implementiert, als andere Netzwerke. Auf diese Weise erhalte ich schnell die Informationen, die mich interessieren und kann Freundeskreise ganz spezifisch anschreiben. Ich schätze es aber auch, wenn ich mit gewissen Posts eine grosse Anzahl von Menschen erreichen kann und dafür genügt Twitter alleine nicht…

    Respekt zu Deiner Entscheidung, Facebook zu verlassen – ich wollte es nicht 🙂

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    1. Ich hatte es ja mal wirklich versucht mit den Liste klar zu kommen, aber bin damit nie warm geworden.

      Sicherlich kann ich über FB schnell eine Große Gruppe an Leuten erreichen und das wird auch Twitter oder G+ nicht ersetzten, aber das ist wohl ein Nachteil mit dem ich jetzt leben muss.

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  2. Während es wie du quasi sagst, eines jeden eigene Entscheidung ist zu tun was man will, finde ich einige deiner Punkte einen Kommentar wert.

    Zu 1.: Es gibt natürlich Service Provider die mittlerweile einige Dinge anders oder auch neue Dinge machen, welche Facebook nicht anbietet, das gleiche gilt aber auch andersherum. Ich selbst würde auch sagen, dass Facebook „out“ ist, aber deine Argumentation verbindet, zumindest meiner Ansicht nach, nichts mit dieser Aussage.

    Zu 2.: Ich persönlich bin mit dem Facebook Design auch nicht zufrieden. Ich habe mir auch per Browser Addon ein CSS angelegt, welches dieses Problem behebt. Ich habe auch schon bei anderen Usern gesehen, dass Facebook anscheinend ein Rollout eines neuen Designs begonnen hat oder testet, was sich mehr an den Karten von Google+ orientiert, was ich persönlich auch sehr ansprechend finde. Das Problem dabei ist immer die Balance zu finden. Wenn man zu viel auf einmal ändert verschreckt man seine User und zufrieden ist damit im ersten Moment nie jemand. (Siehe Einführung Timeline oder ständige Änderungen am Youtube Layout.)

    Zu 3.: Hast du den Grpah Search verpasst? DAS Stalkingwerkzeug schlechthin macht dir all die von Facebook aggregierten Daten zu Nutze! Spaß bei Seite, ich denke Facebook ist eine etablierte Plattform die sich hüten muss, ständig neue Features und APIs zur Verfügung zu stellen, da das schnell nach hinten losgehen kann. Facebook hat auch oft probiert neue Dinge ein zu führen, diese wurden dann aber (auch zurecht) aus datenschutzrechtlichen Gründen, zumindest in Europa, nicht eingeführt. Facebook ist eben nicht z.B. Google. Facebook ist Facebook und soll sich darauf konzentrieren was es macht. Google+ ist mittlerweile zum Herzen von Google geworden, dessen Protfolio mit keiner anderen Firma zu vergleichen ist. Dieses Portfolio macht es möglich so viele Features und Querverwendungen von Applikationen zur Verügung zu stellen.

    Zu 4.: Hier geht es ja eher um die Unwilligkeit und Uneinsichtigkeit deiner Mitmenschen, wenn ich das richtig verstehe. Im Grunde kein Problem mit Facebook. Wenn der ICF nur über Google+ oder Twitter (ich bleibe der Einfachheit halber bei diesen Beispielen) kommunizieren würde, befändest du dich in der selben Situation.

    Zu 5.: Ja das ist ein Problem, was aber auch an der Menge von Leuten liegt, welche man jeweils seine Freunde schimpft. Ich habe einfach die Statusnachrichten von Leuten deaktiviert, von denen es mir nicht wichtig ist, oder welche ich nicht interessant finde. Dadurch habe ich meinen Facebook Stream immer innerhalb von maximal zwei Minuten durch gelesen. Wobei ich sagen muss, dass der Stream ein Feature ist, was ich nicht vermissen würde. Ich habe schon überlegt den Stream mittels meinem custom CSS einfach auf display: none; zu schalten.

    Zu 6.: Facebook hat deine Daten schon. Auch wenn du deinen Account “löschst”! Wichtig zu den AGB oder Terms of Service ist auch zu sagen, dass diese evtl. stellenweise überhaupt nicht rechtens sind. Als Beispiel, der Punkt, dass Facebook das Recht eingeräumt wird von Nutzern eingestellte Bilder auch für kommerzielle Zwecke, z.B. Werbekampagnen, zu verwenden. Das macht die AGB natürlich nicht besser, im Gegenteil. Ich stimme dir in diesem Punkt aber natülich zu und es schadet nicht bei einem Service weniger aktiv sein Datensatz zu vergrößern.

    Zu 7.: Diesen Punkt finde ich auch eine Unverschämtheit und habe einfach folgenden Schluss für mich daraus gezogen: Ich habe alle “likes” bis auf eine Hand voll Ausnahmen, entfernt. Das ändert aber natürlich nichts an dem Sachverhalt an sich.

    Zu 8.: Verweis auf 5 ansonsten: top! Ablenkungen los werden, welche man eh nicht wirklich vermissen wird ist super. Ich bin auch immer noch aktiv dabei meine Youtube, Twitter, Google+ Communities und Google Currents Abonnements quantitativ zu verringern.

    Zu 9.: Ich nutze die Listen! 😀 (Oder habe sie viel genutzt. Heutzutage kommt alles halbe Jahr mal ne neue Freundschaftsanfrage, da geht das einfacher.) Aber um auf deinen Punkt zurück zu kommen: Der Term “Freund” ist in der Tat nicht hilfreich und auch ich empfinde Googles Lösung weitaus ansprechender und “leichter” hand zu haben.

    Zu mir: Ich selbst empfinde das ganze System Facebook mittlerweile auch nicht mehr unbedingt so ansprechend und “wichtig” wie einst war. Ich muss auch zugeben, dass ich viel mehr Zeit auf Google+ und Twitter verbringe, was aber nichts an meinem wirklichen Use Case an Facebook ändert: Facebook ist das größte und praktischste Telefonbuch was sich auch noch von selbst aktualisiert! Da ich selbst bis auf ein paar seltene Ausnahmen außerhalb von Gruppen, auf Facebook kaum aktiv etwas poste, wird sich mit der Zeit das Nutzen davon aber auch stetig verringern, wenn mehr und mehr Leute Facebook verlassen und/oder auf andere Anwendungen wie Google+ um schwenken, was praktischer Weise direkt mit meinem Adressbuch verknüpft ist. Da ich aktiv kein WhatsApp verwende hat Facebook für mich, im Moment, auch als “Ersatz” für eben diese App noch einen nicht zu vernachlässigbaren Stellenwert.

    Mein Fazit: Ich gratuliere dir zu deiner Entscheidung und hoffe, dass dein “Verlust” dir bringt was du erhoffst! Es geht ja auch weniger um die Gründe und deren Stichhaltigkeit als das du dich danach besser fühlst. Ich hatte nur das Verlangen mal meinen Senf wo dazu zu geben und dein Post hat sich dafür gerade zu angeboten. Ich hoffe du nimmst diesen Beitrag nicht persönlich und wir können uns nächst Woche immer noch in die Augen schauen.^^

    Viel Spaß ohne Facebook, wir sehen uns dann auf Google+!

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    1. Ich geh jetzt nicht noch mal auf jeden Punkt ein, aber eines möchte ich noch ansprechen: Adressbuch: ich finde es auch praktisch, dass man darüber schnell und einfach alle erreichen kann, aber ich habe darüber auch nachgedacht und bin für mich zum Schluss gekommen, wenn ich jmd über FB kontaktiere dann habe ich i.d.R. seine E-Mail Adresse und könnte ihn auch so schreiben. Also für mich ändert sich jetzt nicht so viel.

      Natürlich hoffe ich, dass wir uns noch in die Augen schauen können 😉 Wäre irgendwie krass, wenn man keine Freunde mehr hätte, nur weil man einem Dienst den Rücken kehrt ^^

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      1. Joa, das ist bei mir leider nicht der Fall. Es ist auch so, dass einige Leute mit denen ich über FB schreibe ihre Email alle Jubeljahre mal nachschauen und da ist das doch schon komfortabler. (Zwei davon verwenden nicht mal wirklich ihr Handy, da ist auch nichts mit schnell SMS schreiben oder anrufen.^^)

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  3. I think Facebook doesn’t often change it’s UI because most of its users don’t like it – whenever they change something small or add a tiny feature, you will see 100+ new groups on Facebook protesting against it. I did my part as well by writing a Greasemonkey script to get rid of the annoying live news ticker when it was introduced 🙂

    I also despise classmates who depend on Facebook to communicate academic-related matters. Facebook is too informal, unreliable chat message delivery (all the more reason to use the excuse „I did not see your message“), has document sharing tools that pale compared to others like SkyDrive… etc.

    And it is very true that Facebook is a time-waster and excellent procrastination material. Unfortunately I can’t always keep the Facebook tab closed because some people will only use Facebook chat to reach me.

    Facebook does not „delete“ accounts, they only deactivate them, while keeping the same password! You might want to change your password to something you can’t remember to really lock yourself out of it.

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    1. Sure, you’re right that most users don’t like it if UI changes. But I’m not one of them ^^

      My friends will have to use other services to stay in contact with me 😉 And WhatsApp is quite popular here.

      I know FB does not delete my data, but that is fine. I just „delete“ or rather close my account to stay away from it. I will think about your idea changing the password.

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  4. Ich hab mir das auch mal durchgelesen… offenbar hängt es alles ein wenig davon ab, wie man FB nutzt. Ich nutze es für mein Magazin und ich nutze es zum Online-Diskutieren. Und letztendlich gilt: „You are what you share“.

    zu 1) Ob Facebook in oder out ist, interessiert mich persönlich eher wenig. Für mich ist es ein guter Draht zu den Leuten, zu denen ich keinen direkten Draht habe. Leute, die weit weg wohnen. Gleichgesinnte, die nicht um die Ecke wohnen. Ehemalige Freunde, die weit weg wohnen. Familie ist notgedrungen drin (Dateiversand oder mal eben einen Link schicken, ist einfacher). Für mich ist FB einfach eine praktische Plattform. Und die Reichweite meines Magazins wäre ohne FB wohl ein zehntel.

    zu 2) Ich scheine einer der wenigen zu sein, die mit dem Design zurecht kommen, sowohl mit dem aktuellen 14er Design als auch mit dem vorigen. Sieht halt nicht aus wie 2014, sondern eher wie Anfang 2000.. aber das ist für mich eher zweitrangig.

    zu3) Ich bekomme durchaus was. Ist mir weniger lästig als Newsletterbestätigungen und riesiger Mailwust. So kann ich eine mir interessant wirkende Seite liken – oder sie ggf. wieder disliken. 2 Klicks, feddich. Zwar ist’s manchmal doof, dass nicht alle Posts alle User erreichen, aber es genügt, um Aufmerksamkeit von mir zu bekommen. Da wird halt fix aufs Profil gesurft.

    zu 4) Das einzige Organisatorische über FB ist das bezüglich meines Magazins. FB ist zentral, auch mobil haben viele die App auf ihrem Smartphone, man kann seinen Schreiberkollegen eben mal fix was fragen. Ohne Mail und Zitatwürste. Der Rest ist Entertainment. Ja, ich kann Spiegel, SZ und lauter Witzchenseiten auch so ansteuern, aber so hab ichs zentral.

    zu 5) Ich komme mit den Filterfunktionen wunderbar klar. Wenn mich was nervt, dislike ich es, und wenn mich Freunde mit Sinnlospostings nerven, verberge ich sie im Newsfeed und gucke sporadisch mal rein.

    zu 6) You are what you share, noch mal.

    zu 7) Kann ich ganz gut ignorieren. Weiterscrollen, fertig. Ist ja nicht so, dass unter jedem 2. Posting Werbung steht.

    zu 8) Hat man den Hang zur Prokrastination, wird sich sehr bald Ersatz für FB finden. Man braucht halt schon etwas Selbstdisziplin. Ich kenne Tage, an denen guck ich 1-2x bei FB, an anderen halt alle paar Stunden mal. Oder in TV-Werbepausen, da wird mal durchgescrollt, alberne Witzchen gelesen, und wenn’s weitergeht, wird das Handy wieder zur Seite gelegt. Auf Arbeit gibts kein Internet (und selbst wenn, da hab ich mich im Griff), und wenn ich was zu tun habe, tu ich es. Da ist mir das blaue f dann auch wurscht.

    zu 9) Hm, ich bin erst 2011 zu FB gekommen. Seitdem habe ich gerade mal 88 Freunde „gesammelt“. Ein paar Musiker und Autoren, mit denen ich auf die Weise einfacher kommunizieren kann. Ein paar frühere Mitschüler. Ein paar Gleichgesinnte, mit denen ich früher auf Foren unterwegs war. Und immer wieder wird mal ausgemistet.

    Fazit: Es ist immer auch die Frage, wie man etwas nutzt.

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    1. Ich finde es schön, dass du mit FB gut klar kommst. Jeder hat halt eine andere Beziehung zu diesem Social Network bzw. allgemein zu Social Networks.

      Es ist ganz klar davon abhängig wie man es nutzt, das hast du ja selber angemerkt. Ich habe halt gemerkt ich nutze es nicht so, dass es mir einen großen Mehrwert bietet und ich kann es auch nicht anders nutzen, so dass ich vollkommen oder teilweise zufrieden bin.

      Jeder muss sich halt selber eine Meinung bilden. Ich habe meine hiermit kundgetan und alles ist Ansichtssache 🙂

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  5. Den Gründen kann ich allen zustimmen. Ich ab mich auch bei Facebook gelöscht. Ich nutze gar keine andere Plattform. Wozu auch … Brauch ich nicht. Kostet nur Zeit und nervt.

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