8. Woche – Eine grüne Woche

Die erste wirklich grüne Woche haben wir hinter uns. Aber es ist noch lange nicht vorbei!

Montag – Eine neue Woche voller spannender Dinge steht an – Die Aufregung kann die Rekruten gar nicht auf den Stühlen halten. … OK vielleicht (etwas) völlig übertrieben. Der Montag ging so weiter wie der Freitag aufgehört hat. Wir lernen das ABC. Der theoretische Unterricht ging weiter und wo die Theorie ist, ist die Praxis nicht weit. Wir durften unsere ABC Schutzausrüstung endlich mal anziehen und zwar so wie es der Dienstherr von uns will. D.h. wir haben 7 Sek. Zeit um den Helm abzuziehen und die ABC-Schutzmaske aufzuziehen. Danach kommt dann der Poncho usw. Nachdem wir dann auch darin geübt sind haben wir unseren Overgament ausgepackt und natürlich auch anprobiert. Somit war der Montag dann auch schon vorbei und wir freuten uns auf Dienstag.

Dienstag bis Donnerstag – Der Morgen war noch relativ entspannt und nichts außergewöhnliches hätte man feststellen können. Denn der Spaß begann erst gegen 8 Uhr. Wir schnappten unsere Rucksäcke und Waffen und „das Große Krabbeln“ konnte beginnen. WIr liefen zum Standortübungsplatz um dort 3 Tage und 2 Nächte zu verbringen. Im Grunde lief dieses erste Biwak noch sehr human ab. Wir hatten Zeit unsere Zelte aufzubauen uns suchten erstmal Brennholz für die paar Tage. Desweiteren haben wir unsere Stellungen ausgebaut in denen wir liegen werden und den Feind bekämpfen können. Wenn man schon eine Stellung hat dann macht es ja auch Sinn ein bisschen sich im Schießen zu üben. Damit meine ich jetzt aber nicht mit ExMun (Exerziermunition = scharfe Patronen) sondern mit ManMun (Manöver Munition = Patronen die nur „Peng“ machen). Wir haben mehr geübt wie man im Gefecht bei Tag und Nacht schießt. Z.B. wie man einen Feuerüberfall richtig macht. Ein idealter Feuerüberfall sieht nämlich so aus, dass alle zum gleichen Zeitpunkt schießen und es sich wie ein Schuss anhört. So kann der Feind nicht genau sagen wie viele wir sind.

EIn Highlight während dieser Tage war eine kleine Vorstellung der Ausbilder. Uns wurde gezeigt wievielt man nachts hört und wie man sich richtig nachts verhallt damit man nicht so schnell entdeckt wird. Dazu sind wir nachts auf ein Lichtung gegangen und hatten zwei Wälder vor uns. Im rechten waren Ausbilder die es falsch machten und im Linken waren Ausbilder die es richtig machten. Der Unterschied war enorm. Das war schon richtig lustig.

Ein weiteres Highlight (wahrscheinlich bin ich der einzige der das so sieht) war eine kleine Überraschung. Am Mittwoch Vormittag gab es einen Feldgottesdienst. Das war für mich persönlich sehr entspannend mit Gott so bewusst in Kontakt zu treten und ihm die Ehre geben. Die Meisten versuchten diese Zeit als Schlafenszeit zu nutzten, dabei da hatten die Ausbilder was dagegen 😉 Der evangelische Bundeswehrpfarrer unserer Kaserne kam und hielt die Predigt. Sogar ein Birken-Kreuz wurde aufgestellt.

Donnerstags stand nicht mehr viel auf dem Plan. WIr hatten Zeit alles zusammenzupacken und nach dem Mittag sind wir dann wieder zurück marschiert.

Freitag – Am Freitag stand eigentlich ein 10km Marsch auf dem Plan. Dies wurde aber kurzfristig geändert. Dafür hatten wir gute 3 Stunden Zeit unsere komplette Ausrüstung zu säubern, alles ordentlich in den Schrank zu räumen und die Stuben und Reviere zu putzten. Das hat soweit auch alles geklappt nur einer hatte weder Ausrüstung geputzt noch Rucksack ausgeräumt. Warum weiß man nicht so genau auf jeden Fall musste er etwas länger bleiben.

Somit ist eine weitere Woche der AGA vorbei und wir nähern uns dem Ziel der Beförderung. Die nächsten zwei Wochen werden wir noch mal ins grüne Wandern aber dann wird es nicht mehr so lustig wie diese Woche, wurde uns gesagt. Aber mehr dazu nächste Woche.

Veröffentlicht von Hans-Helge

Als studierter Informatiker arbeitet Hans-Helge gerne als freiberuflicher WordPress Entwickler und betreut neben eigenen Projekten viele andere Webseiten u.A. im ehrenamtlichen Bereich.

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