Sonntagskleidung

„Früher war alles besser!“ – Diesen Spruch kennt man und hört ihn überall. Aber stimmt das wirklich? Es gibt viele ältere Mitbürger die einer ordentliche Erziehung genossen haben und so was prägt einen ja doch sehr stark. Aber manchmal ist es auch richtig nervend wenn genau diese Menschen ihren Willen durchbringen wollen bzw. sich über Dinge aufregen die aus unserer jungen Sicht nicht ganz verständlich sind, da sich die Dinge einfach geändert haben.

Ich denke dabei an ein älteres Ehepaar aus unserer Gemeinde, die die Kleiderordnung sonntags angesprochen haben. Es ist ja bekannt, dass früher der Gottesdienst anders war als heute und so ist es ja auch keine Überraschung dass auch die Kleiderordnung sich verändert hat. Jeder hatte damals eine Sonntagsanzug bzw. ein Sonntagskleid und das durfte nur an jenem Tag getragen werden. Heutzutage findet man immer weniger Mensch die im Anzug den Gottesdienst genießen. Die Jeans Mode hat die Welt verändert und dies auch bezüglich der Sonntagskleidung.

Das Ehe paar hat sich also gefragt warum denn keiner mehr diese alte Kleiderordnung einhalten will. Bzw. sie wollten es wieder haben denn es zeigt ja schon eine gewisse Grundhaltung. Das ist richtig, aber ich finde dennoch das es nicht schlimm ist wenn man sonntags in Jeans und T-Shirt den Prediger zuhört.

Ich habe mir mal so ein paar Gedanken gemacht und habe mich gefragt warum sollten man sich für den Godi schick machen? Wen nützt das und wie? Man trägt ja meistens einen Anzug bzw. schicke Kleidung wenn man einer bestimmten Person gefallen will bzw. zeigen will das man ein gewisses Niveau hat. Beim Bewerbungsgespräch mach es ja Sinn, da die Personen sich nicht kennen und der Bewerber will einen guten Eindruck hinterlassen. Nehmen wir mal an jemand kommt in zerrissenen Jeans und alten Chucks in eine Bank und möchte einen Ausbildungsplatz. Würden Sie ihn einstellen?? Wir Christen dagegen sagen ja, Gott kennt uns besser als wir selbst. Deshalb finde ich es etwas hirnrissig zu sagen wir „müssen“ uns von unsere Besten Seite zeigen. Wir sind doch nicht nur sonntags Christen. Zum zweiten liebt uns Gott so wie wir sind. Egal ob ich eine Jeans trage oder einen BOSS Anzug. Daher finde ich es dämlich zusagen, nur weil ich schicker bin liebt mich Gott mehr.

Versteht mich nicht falsch. Ich sage nicht dass keiner mehr einen Anzug tragen soll im Gottesdienst. Wer sich dadurch besser fühlt und es will soll es tun. Aber bitte schreibst uns nicht vor was wir zu tragen haben.

Veröffentlicht von Hans-Helge

Als studierter Informatiker arbeitet Hans-Helge gerne als freiberuflicher WordPress Entwickler und betreut neben eigenen Projekten viele andere Webseiten u.A. im ehrenamtlichen Bereich.

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3 Kommentare

  1. Ich finde das genau richtig, wie du es sagst. Gott ist schließlich jeden Tag bei uns, wieso sollten wir uns an diesem bestimmten Tag besser kleiden als normal? Ich finde wirklich, man sollte so in den Gottesdienst gehen können, wie man ist und sich wohl fühlt. Es geht um das Wort Gottes und nicht um eine Kleiderordnung.
    Ich glaub, früher war GoDi auch eher ein Muss und viele waren weniger da, um wirklich zum GoDi zu gehen, sondern eher, weil das zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte.

  2. Extrem peinlich und erbärmlich finde ich auch, dass vor allem ältere Leute die Kirche als Modenschau missbrauchen („Schau mal was ich trage …“). Und dann meistens extrem altmodische Kleidung tragen. Vor allem am Land … 🙁

  3. Ich finde das ein Gottesdienst nicht als Modenschau mißbraucht werden darf;jedoch total lässig im Jogginganzug zu kommen wäre auch daneben;
    denn man geht ja auch schick ins Theater
    Es muss nicht unbedingt ein schwarzer Anzug und Krawatte sein;aber zumindestens gepflegt und nicht wie auf dem Sportplatz.
    Auch Miniröcke finde ich daneben oder T-Shirts mit Faschingsmotiven oder Werbung

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