Abroad in Down Under

 

Kangaroo sign at the Great Ocean Road

Immer diese Ausreden, man könne jetzt nicht bloggen oder man hat keine Lust. Und plötzlich sind schon Monate ins Land gezogen ohne ein Wort hier zu schreiben. Wie dem auch sei. Ab heute wird wieder etwas mehr geschrieben. Denn es gibt viel zu berichten.

2 Monate und 26 Tage sind bereits vergangen als ich mich nach Australien aufgemacht habe. Aber was mache ich denn in Down Under? Ganz einfach: Studieren. Ich verbringe man 4. Semester im Ausland an der RMIT University (Royal Melbourne Institut of Technology)  in Melbourne.

Meine Wenigkeit an einem Strand an der Great Ocean Road

Aber mal nach der Reihe wie kam es dazu? Mir war schon vor dem Studium klar, dass ich unbedingt ein Auslandssemester machen möchte. Ich habe damals während meines Austauschjahrs in Kentucky, USA so gute Erfahrungen gemacht, dass mir klar war ich möchte das wieder machen. Im dualen Studiums ist das aber i.d.R. nur im 4 Semester möglich. Das ist ja kein Problem, was aber schwierig war, war einen guten Platz zu finden. Im Grunde wollte ich davon schon nach Australien, aber zu dem Zeitpunkt waren die Studiengebühren hier noch zu hoch und somit war das Semester übermäßig teuer. Die zweite Alternative, Kairo, war leider auch nicht möglich, da mein Arbeitgeber es nicht erlaubt hat aufgrund der politischen Situation. Somit blieb als einzige Uni noch Stafford in England übrig. Das war OK. Besser als gar nichts, aber ich hatte mir was besseres gewünscht.

Tassmanien von seiner schönsten Seite

Im Herbst letzten Jahres kam dann unser Prof in die Klasse und erzählte und, dass das RMIT noch ein Stipendium für die DHBW hätte. Ich dachte mir sofort, das ist meine Chance und … leider habe ich es nicht bekommen. Aber davon habe ich mich nicht aufhalten lassen und habe mich für das Abroad Program beworben. Das heißt aber, dass ich nun die Studiengebühren doch zahlen muss (dies ist aber nicht mehr so schlimm, da das RMIT die Gebühren gesenkt hat zu einem angemessenen Preis). Dies musste aber alles sehr schnell gehen. Ich habe in 2 Wochen alle Papiere organisieren und noch einen Englisch Test absolvieren müssen. Ich war da ganz froh, dass die netten Leute von GOstralia mir da sehr geholfen haben. Und so konnte ich ohne Probleme am 11. Feb 2013 über Seoul nach Melbourne fliegen.

 

Koala on Philipp Island

Und wie ist das Semester so in Melbourne? Das RMIT ist ja eine „normale“ Uni aber unterscheidet sich extrem von der DHBW. Ich denke jeder deutsche Student, der nicht dual studiert, würde keine großen Unterschiede feststellen. Nun wir haben hier halt keine Klassen sondern Kurse mit mehr als 30 Leuten. Man hat (und darf nur) 4 Kurse belegen und hat viele Assignments (Hausarbeiten) zu erledigen und schreibt am Ende schön seine Abschlussprüfungen. Hört sich nicht wirklich spannend an aber ich finde es angenehm. Ein schöner Kontrapunkt zum dualen Studium (und man darf in jeder Vorlesung den Laptop benutzten, wenn man will ^^ Seitenhieb gegen die DHBW ).

 

Was ich sehr willkommen heiße ist aber wie das RMIT sich um die Studenten kümmert. Es gibt einen riesen Helpdesk (bis zu 15 Leute) die dir gerne alle Fragen zum Studium beantworten. Oder du kannst auch die Angebote des Student Service in Anspruch nehmen und bekommst professionelle Beratung zu allen Theme (Finanzierung, Krankheit, Lernen, halt einfach alles …) und wenn du Schwierigkeiten in einem Fach hast bekommst du hier auch kostenlose (Nach-) Hilfe. Es ist enorm was die Uni auf sich nimmt um es den Studenten so leicht zu machen wie nur möglich. Ein andere Beispiel wäre die Bibliothek, wohl der Ort der symbolisch zum Lernen steht. Die Bib is 7 Tage die Woche geöffnete und hat i.d.R. bis 24h auf. Das ist krass!

Die Wineglass Bay ist ein paradiesischer Strand auf Tassmanien

Und was ist mit der Freizeit? Klar die kommt hier natürlich nicht zu kurz. Ich habe schon viel gesehen von Australien und rund um Victoria aber es steht noch viel auf der Liste. Zum Anfang des Semesters haben wir (meine deutschen Kommilitonen) die Great Ocean Road bereist. In Tassmanien waren wir dann während der Spring Break (schon komisch, dass das Spring Break heißt, obwohl ja Herbst hier ist 😉 ) und letztes Wochenende haben wir zu fünft ein kleines Camping Wochenende im Wilson National Park verbracht. Ich finde es absolute genial wie viel Australien zu bieten hat. Man muss nur ein paar Kilometer fahren und befindet sich plötzlich in einer komplett anderen landschaftlichen Gegend. Hier grenzen Wüsten mit Regenwäldern und Weinregionen mit Stränden. Wenn ihr noch nie in Australien wart dann empfehle ich euch auf jeden Fall mal hier her zu kommen.

So nun sind schon fast 3 Monate um und Deutschland winkt mir schon am Horizont zu. Auf der einen Seite freue ich mich wieder in die Heimat zurück zu kehren aber Melbourne und die netten Menschen hier werde ich auf jeden Fall vermissen.

Veröffentlicht von Hans-Helge

Als studierter Informatiker arbeitet Hans-Helge gerne als freiberuflicher WordPress Entwickler und betreut neben eigenen Projekten viele andere Webseiten u.A. im ehrenamtlichen Bereich.

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