5. Woche – Bis zum Feld und noch viel Weiter ….

Die letzte Woche war eigentlich etwas gechillt aber dennoch waren wir jeden Abend total müde. Anscheinend haben wir uns noch nicht an die Zeiten gewöhnt aber das dürfte auch noch kommen. Wir sind ja vier Gruppen im AGA Zug und diesmal wurden wir zweigeteilt. Zwei Gruppen haben San-Ausbildung gemacht und die anderen zwei Gefechtsausbildung. Ich gehöre zu einer der letzten zwei.

Montag – So viel ist nicht passiert. Wir hatten hauptsächlich theoretischen Unterricht wie z.B. Feldhygiene <- super Spannend!!!

Dienstag – Heute ging es das erste Mal mit dem ca. 20kg Gepäck auf Wanderung. Die kleine Strecke von nur 6km war machbar und hört sich nicht viel an, aber der Hinweg zum Feld war doch anstrengend. Man muss sich schließlich erst mal an das Gewicht gewöhnen. Zudem muss man die ganze Zeit sein G36 in der Pirschhaltung halten und darf die Arme nicht schwingen lassen, das strengt noch mal an. Der Rückweg lief dagegen schon etwas besser und wir haben auch ein Lob vom Zugführer bekommen 😉

Drausen auf dem Feld haben wir viel praktisches gemacht. „Täuschen und Tarnen“: schön mit Grün/Schwarz das Gesicht anmalen und den Helm gut tarnen. Dann haben wir noch die 3 Gangarten, Gehen, Kriechen, Gleiten durch genommen. Nach dem Mittag haben wir noch Topografie Unterricht gehabt und ein etwas älteres GPS Gerät kennen gelernt.

Mittwoch – Durch den Tag davor waren wir entsprechend müde und ausgepowert, aber man hat es uns nicht angemerkt – Wir sind schließlich Soldaten 😉 Spaß beiseite. Der Tag war etwas gechillter zuerst haben wir theoretisch Skizzen und Meldungen gelernt und nachmittags das ganze praktisch vertieft. Gegen 17Uhr sollten wir dann eig. eine Dienstunterbrechung bekommen … eigentlich 😉 Ein Kamerad aus unserer Gruppe hat sich kurzfristig noch gemeldet und gefragt ob wir nicht unsere Gewehre sauber machen sollten, da wir damit am Vortag im Feld waren. Der Zugdienst wusste davon nichts und ließ uns dann eben 2 Stunden die Waffen putzten. Das dumme daran war 1) Die Waffen hätte unbedingt gereinigt werden müssen, da wir nicht scharf geschoßen haben und 2) die schöne Dienstunterbrechung entfiel. Die ganze Gruppe war dementsprechend etwas sauer aber nach 2 Stunden sinnlosen Waffen säubern ist daraus unser neuer Running-Gag geworden.

Donnerstag – Der Do. lief im Grunde so ab wie Mittwoch (nur ohne das Waffen putzen). Thema: Fernmeldedienst und Funkgeräte. Die Funkgeräte sind auf dem neusten Stand von vor 30 Jahren vielleicht ^^

Freitag – Juhu letzte Tag der Woche. Da wir ja alle schön täglich Sport gemacht haben haben wir am letzten Tag den BFT (Basis Fitness Test) gemacht. D.h. 11x10m rennen; Klimhang; 1000m Lauf. Der Test wir am Ende der AGA noch mal gemacht um zu sehen ob man sich verbessert hat und ob die AGA etwas gebracht hat. Ich war nicht der beste aber ich denke meine Zeiten sind nicht schlecht: 1) 11x10m: 43,21 sec 2) Klimhang: 62 sec 3) 1000m: 3min 52sec

Die Woche ist rum und ich bin das erste Mal in der Kaserne geblieben über’s Wochenende. Es ist sehr ruhig hier. Es sind nur 5 Leute noch da. Nächste Woche wird es noch mal spannend und sicherlich auch anstrengend bevor wir dann die San Ausbildung haben. Aber mehr dazu nächste Woche.

4. Woche – Feiertag, Lehrgang und Unterricht

Die letzte Woche war sehr Abwechslungsreich und kurzweilig.

Montag – Der Montag war sehr entspannt, den in Ulm war Schwörmontag –  Ein lokaler Feiertag. Laut einem Kameraden der in Ulm wohnt ist das wie Fastnacht nur ohne die Verkleidung – also alles sind besoffen um es auf deutsch zu sagen 😉 Aber das ist nicht das gute daran. Schön war es das wir nur bis 12 Uhr Dienst hatten und dann bis abends frei hatten. Vormittags hatten wir noch „Religions-Unterricht“. Aber obwohl wir in kath. und evang. getrennt wurden war es mehr ein Ethik-Unterricht. Ich bin aber erst später dazu gekommen weil ich morgens noch im SanBereich war um meine Dienstbrille anzumelden und das Atest meines Zivilarztes vorzulegen. Ich habe ja beim Joggen Knieprobleme und deshalb bin ich noch mal zum Arzt gegangen. Das war diesmal sehr enstpannt, denn ich kam zu einer Zivilärztin die in der Kaserne arbeitet. Sie hat mir dann unterschrieben, dass ich a) meine eigenen Sportschuhe tragen darf – und nicht die unbequemen von der Stange. b) meine Aktivbandage tragen darf und last but not least c) darf nach 5 km nach eigenen Ermessen weiter joggen. D.h. wenn mein Knie schmerzt muss ich nicht weiter joggen damit ich das Knie nicht total kaputt mache.

Beim warten auf den Arzt saß ich im Wartebereich und habe mich mit einem Mann unterhalten der einen kleinen Fahrrad Unfall hatte. Es stellte sich heraus das er Oberstleutnant. Auf meine Bemerkung „Respekt!“ meinte er nur bescheiden, das wäre kein Großes Ding. Den Dienstgrad bekommt man mit der Zeit. Wir haben uns dann noch über die Rekruten Ausbildung unterhalten und der Typ denkt genau so wie ich. Er meinte nur so, dass die Ausbildung mit dem Geschreie u.Ä. total falsch wäre. Wenn man beim 3. Mal die Waffe immer noch nicht zusammen bauen kann, dann kann man es auch nicht wenn man dabei angeschrieben wird. In der AGA sollte man eher menschlicher vorgehen. Ich fand das beeindruckend das es Bundeswehr Mitglieder gibt die so denken und auch keine Angst haben das offen zu sagen.

Dienstag –  Wie letzte Woche sind wir nochmal in die HiBuKa gefahren. Diesmal durfte dann auch unsere Gruppe im Simulator (AGSHP) schießen. Das war eigentlich sehr lustig (obwohl ich nicht wirklich gut abgeschnitten haben ;). Ich denke das Schießen bzw. Waffen allgemein sind nicht mein Ding. Ich habe andere Stärken in denen ich trumpfen kann. Nachmittags ging es dann noch mal ans G36  und wir haben es zerlegt und zusammengesetzt wie die Weltmeister. Dannach haben wir dann einen kleinen Wettkampf zwischen zwei Gruppen gemacht. Es gab einen Parcour mit jeweils 6 Stationen an denen eine P8 und ein G36 lagen. Man musste dann mit einem ca. 10kg schweren Sandsack dahin rennen (Strecke zwischen 50-100m) und dann beide Waffen entweder zusammensetzten oder zerlegen und dann weiter zur nächsten Station. Unsere Gruppe hatte mit großen Vorsprung gewonnen – Das war ganz schön, so ein kleines Erfolgserlebnis zu haben.

Mittwoch – Die Hälfte der Woche ist geschafft und es wurde etwas entspannter. Am Mi. sind wir mit dem Bus ins Gelände gefahren und haben dort den ganzen Tag einen Brandschutzlehrgang gehabt. Wir haben gelernt wie man eine brenende Person mit einer Decke löscht, wie man einen Flüssigbrand und einen Feststoffbrand bekämpft. Dazu haben natürlich die Theorie gelernt (also die verschiedenen Brandklassen und Feuerlöscher) und natürlich durften wir alle die Feuerlöscher benutzten und kennen lernen. Ich fand das total spannend, weil dies ist wohl eines der wenigen Dinge die man auch im Zivilen gut nutzten kann. Wann hat man im Zivilen schon einen Feuerlöscher in der Hand? Wir haben zwar zwei Feuerlöscher hier im Haus aber bis jetzt wusste ich nicht wirklich wie die Funktionieren geschweige denn ich habe sie ausprobiert. Abends hatten wir dann noch eine kleine Dienstunterbrechung – warum wir die bekommen haben weiß keiner aber bei sowas beschwert man sich natürlich auch nicht 🙂

Donnerstag – Der vorletzte Tag der Woche ist da und es wurde noch mal hart. Wir wurden nicht körperlich tüchtig sondern man hat uns mehrere Stunden in den U-Raum gesteckt und wir sollten noch mehr Theoretischen Unterricht haben. Zu Themen wie „Arbeitssicherheit“, „Wehrdiziplinarverordnung“ und anderen hatten wir die Chance einzuschlafen. Aber wehe einer ist wirklich eingeschlafen dann gab es ärger. Nach den harten Test des wach bleibens haben wir Sport gemacht. Ein wenig Joggen (ich denke es waren plus/minus 7km) und ein paar verzweifelte Versuche mit uns Krafttraining zu machen durften wir dann duschen gehen.

Freitag – Juhu es ist Freitag – ungefähr mit dieser Einstellung ist man in den Tag gestartet, aber die Freude wird einem auch schnell genommen, denn wir durften auch am Freitag noch mal in den U-Raum. Wir hatten noch einen Unterricht beim S2 (Sicherheitsbeauftragter). Er hat uns erklärt die Sicherheit innerhlabt und außerhalbt der Kaserne hergestellt wird und erhalten bleibt. Das war im Grunde sehr spannend, was für Techniken die Bundeswehr hat und es war doch einfacher wachzubleiben. Zum grönenden Abschluss sind wir noch schwimmen gegangen. Es wurde überprüft ob wir „schwimmen können“ – und wie stellt man sowas fest? Genau man muss 200m in min. 7 Minuten schwimmen können. (6 Minuten sind nötig für das deutsche Sportabzeichen). Es hat auf jeden Fall jeder geschafft – also alle können schwimmen ^^. Ich habe es in 4’28“ geschafft! Seit ihr schneller?

fotolism.us wird 2 Jahre als – ein Grund für einen Fotowettbewerb

Vor ein paar Wochen habe ich meinen Fotowettbewerb vorgestellt und jetzt kommt schon der nächste hinterher. fotolism.us wird 2 Jahre alt und Oliver Schäfer will das mit einem kleinen Dankeschön feiern.

Der Sommer ist da und was passt da am besten als den Sommer in den Mittelpunkt zu stellen. „Was macht für dich den Sommer aus?“ soll das Thema zum Fotowettbewerb sein.

Zu gewinnen gibt es natürlich auch was. Ihr habt dich Change auf einen der 8 Preise:

Einsendeschluss ist der 21. August 2010 – ab diesem Tag werden auch alle eingereichten Bilder in einer Galerie zur Ansicht freigegeben.

fotolism.us Banner

3. Woche – Ausbildung an der Waffel

cat_bundeswehr_150.pngWer sich jetzt fragt, warum schreibt er jetzt über die 3. Woche. Was ist denn mit der 2. passiert? Dem möchte ich das kurz erklären. Der Bund zählte die ersten 2 Tage (Do + Fr) als 1. Woche und somit ergibt sich die Rechnung das ich jetzt die 3. Woche hinter mir habe.

Die 3. Woche standt unter dem Thema „Waffen, Waffen und Waffen“

Der start in die Woche fällt einem Soldaten irgendwie schwere als anderen habe ich das Gefühlt. Auf jeden Fall kann ich das für die Rekruten sagen. Das Wochenende hat man noch nicht so richtig realisiert und schon sitzt man wieder im Zug. Aber da muss man durch.

Da letzte Woche alle ihre Arzt Termine hatten durfen wir bzw. mussten wir am Montag gleich mal ein wenig Sport treiben. Das ist im Grunde auch nicht schlimm. Doof ist nur für mich, wenn ich jogge dann schmerzt mein rechtes Knie und irgendwann lässt der Muskel nach. Leider hat das Röngten und ein MRT keinen Aufschluss geben. Egal, dachte ich mir und habe mich dennoch „Neu Krank“ gemeldet. (Neu Krank = Sagt man morgens beim antretten falls man zum Arzt muss). Ich bin dann am Di. zum Arzt aber logischer Weise hat der auch nichts gefunden und hat mir nur ein paar Schmerztabletten geben und eine Gelenksalbe. Aber das ist auch nicht so toll. Naja wie es aussieht muss ich die nächsten 3. Monate mit Ibuprofen durchhalten – bleibt mir wohl nichts anderes übrig.

Abgesehen von den Knieschmerzen hatten wir unseren ersten Kontakt mit den drei Waffen mit denen wir schießen werden. Das ist einmal die P8, das G36 und das MG3. Unsere Hauptwaffe wird das G36 sein. Pro Tag haben wir dann eine Waffe durch genommen und jeweils, Sicherheitsüberprüfung, Funktionsüberprüfung durch genommen und die Waffe zusammen und auseinander genommen. Beim MG3 war ich leider beim Arzt und so musste ich die Waffe am Do. alleine (mit Privatlehrer) nachholen. Also was die Gruppe an einem Tag gemacht hat habe ich an einem Vormittag gelernt. Ich sage euch das MG3 ist sch***. Man muss die ganze Zeit auf dem Bauch liegen und muss die 11.5kg Waffe in die Schulterpressen. Im liegen muss man natürlich auch alles überprüfen und die Waffe auseinander nehmen können. Es hat alles geklappt aber war doch anstrenend.

Im Do. war der ganze Zug noch in einer anderen kleineren Kaserne, weil es dort einen Schießsimulator gibt (AGSHP). Da wir ja bis jetzt noch nicht scharf geschoßen haben üben wir erst im Simulator. Unsere Gruppe ist am Dienstag dran – ich bin mal gespannt.

Neben den drei Waffen mussten wir natürlich auch unser Zeug mitschleppen um uns an das Gewicht zu gewöhnen. Wir haben das erste mal den Rucksack gepackt und man fragt sich wie soll denn 2/3 des Schranks in den Rucksack passen – aber irgendwie hat es doch gepasst. Das Gewicht ist schon krass (ich schätzte mal um die 20kg, aber genau weiß ich das jetzt auch nicht) und drückt auf die Schultern. Unser Gruppenführer meinte nur so, irgendwann kommt der Zeitpunkt da fühlt man den Schmerz nicht mehr weil die Schultern taub sind. JUHU darauf freue ich mich schon ^^ Ob der Zeitpunkt die Woche eingetretten ist erfahrt ihr dann nächste Woche.

Gewinnspiel: Fotobuch Prestige

cat_fotografie_150.pngHeute gibt es mal etwas zu gewinnen!

Vor ein paar Wochen habe ich über mein erstes Fotobuch berichtet, das ich bei Photobox.de bestellt haben. Da es mir gut gefallen hat habe ich mich mal mit einen Mitarbeite auseinander gesetzt und konnte Exklusiv für die Webschale ein Gewinnspiel rausschlagen.

Ihr habt die Möglichkeit eines von 5 Fotobücher Prestige mit 26 Seiten (im Wert von 34,90€) zu gewinnen.

Was muss ich machen?

Die Teilnahmebedinungen sind relativ einfach. Ich habe mich entschieden einen Foto-Contest zu machen. Bietet sich ja auch irgendwie an bei Fotobüchern. Also ihr müsst einfach ein Foto machen und den Link als Kommentar hinterlassen. Aber um die Sache etwas spannender zu gestalten muss euer Foto mit dem Thema „Jesus“ zu tun haben (Kirchen und Kreuze sind natürlich auch erlaubt). Desweiteren müsst ihr euch bei Photobox.de anmelden. Warum? Ich muss am Ende die eMail Adresse der 5 Gewinner bei Photobox.de melden und eurem Konto wird dann das Fotobuch gut geschrieben. (D.h. ihr müsst mir die eMail Adresse geben mit der ihr euch auch bei Photobox angemeldet habt).

Das war es im Prinzip auch schon! Also ihr müsst nur zwei Dingen beachten:

  • Foto zum Thema Jesus posten
  • Bei Photobox.de anmelden

Kreuz

Gibt es auch einen Hacken?

Wie bei jeden Gewinnspiel gibt es ein paar Einschränkungen aber es ist nichts schlimmes. Wie gesagt bekommt ihr als Gewinner ein Fotobuch das ihr dann frei gestalten könnt. Der Wert €34,90 wir euch erstattet. Jetzt kommt der Hacken ihr müsst die Versandkosten von €4,90 selber tragen. Aber ich denke das ist noch ein ganz guter Deal und mit €4.90 kann man echt leben.

Bis wann habe ich Zeit?

Ich will euch ja nicht hetzen und ihr sollt ja auch genug Zeit haben ein gutes Bild zu machen. Deshalb ist der „Einsendeschluss“ am 7. August 2010 um 23:59. Bis dato könnt ihr euere Fotos posten und nimmt somit an der Verlosung teil.

Sonstiges

Ich will mich hier noch mal bei Photobox.de bedanken für die gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit.

Ansonsten kann ich nur noch sagen, dass das hier eine private Aktion ist und somit Änderungen vorbehalten sind. Desweiteren kann man nur mit einem Foto teilnehmen und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Auslosung wird maschinell vorgenommen. D.h. ich werde die Anzahl der Teilnehmer über Random.org ermitteln.

Und jetzt ran an den Speck. Ich freue mich auf eurer Fotos!

Die Rechte euere Bilder bleiben selbstverständlich beim Fotografen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und es besteht kein Ansprauch auf Barauszahlung.

Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mich Unterstützt über Twitter, Facebook, einem Artikel in eurem Blog oder in anderen Social Media Netzwerken. Ihr werdet dann mit einem Dankeschön-Link belohnt! 🙂